Im „AufHaus“ findet echte Bürger*innenbeteiligung statt.
Hier tagen zufallsbestimmt ausgeloste, repräsentative Beteiligungsräte, die gemeinsam mit Politik und Verwaltung an den Zukunftsfragen unserer Stadt arbeiten.

Beteiligungsräte im „AufHaus“

Das „AufHaus“ ist der feste Tagungs- und Arbeitsort für temporäre und dauerhafte Beteiligungsräte auf kommunaler, regionaler und perspektivisch auch auf Landesebene.

Kern des Modells sind geloste Bürger*innenräte, deren Zusammensetzung die Vielfalt der Stadtgesellschaft widerspiegelt. Sie arbeiten deliberativ, sind moderiert und erhalten  fachliche Unterstützung. Sie entwickeln  gemeinsam Empfehlungen für Politik und Verwaltung.

Dieses Modell orientiert sich insbesondere an den Konzepten des
Unterstützer*innen Kreises für einen dauerhaften Beteiligungsrat Hannover, der sich seit mehreren Jahren für eine institutionalisierte, repräsentative Bürgerbeteiligung einsetzt und hierzu im Austausch mit Stadt, Region und Land steht.
👉 Mehr dazu: Unterstützer*innenkreis Beteiligungsrat Hannover

Warum zufallsbasierte Beteiligungsräte?

  • Repräsentativ statt lautstark
  • Sachorientiert statt parteipolitisch
  • Dialogisch statt polarisierend
  • Empfehlend, ergänzend, bereichernd statt konfrontativ
  • Unterstützend für die repräsentative Demokratie

Internationale Erfahrungen und wissenschaftliche Begleitung zeigen, dass solche Formate zu höherer Akzeptanz politischer Entscheidungen, besser abgewogenen Lösungen und mehr Vertrauen in demokratische Prozesse führen.

Impulse liefert u. a. das Konzept der „Konsultativen“ von
Claus Leggewie und Patrizia Nanz, das Bürgerräte als dauerhafte vierte demokratische Säule versteht, die in politischen Fragen berät.

Quelle: Nanz / Leggewie (2016):
Die Konsultative. Mehr Demokratie durch Bürgerbeteiligung.

Digitale Ergänzung: die hybride Beteiligung

Beteiligung endet nicht im Sitzungsraum.
Das „AufHaus“ verbindet analoge Bürgerräte mit einer digitalen Beteiligungsplattform, u. a. für:

  • Öffentliche Themenvorschläge
  • Begleitende Online-Diskussionen
  • Transparente Dokumentation
  • Feedback zu Empfehlungen
  • Beteiligung auch außerhalb der Ratssitzungen

So entsteht eine digitale Agora, die Präsenzformate ergänzt, aber nicht ersetzt.

Wo Beteiligungsräte besonders sinnvoll sind

Im „AufHaus“ können Beteiligungsräte u. a. zu folgenden Themen eingesetzt werden:

  • Klima- und Nachhaltigkeitspolitik
  • Kommunale Energiekonzepte partizipativ gestalten
  • Verkehr und Stadtentwicklung
  • Kitas, Schulen und Bildung
  • Soziale Infrastruktur und Gemeinwohl
  • Integration und Zusammenhalt
  • Ehrenamts- und Freiwilligenkonzept
  • Größere Infrastruktur- und Bauprojekte
  • u.v.a.m.