Die AGORÁ HANNOVER im „AufHaus“, das Beteiligungs- und Demokratiezentrum für und in Hannover, ist der räumliche, praktische und symbolische Ort, an dem die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt zusammenkommen, um über die Themen zu sprechen, die ihnen wichtig sind.
Dieses Haus beherbergt den zufallsbestimmten Beteiligungsrat als ständige Form der Beteiligung der Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt, der wichtige Themen der Gemeinde zum Bearbeiten aufgreift und Vorschläge für die Verantwortlichen in der kommunalen Politik erarbeitet. Auch die Region Hannover könnte sich hier beteiligen und ihrerseits Bürger*innenratsarbeit an diesem Ort ansiedeln. Ebenso könnte zum Beispiel ein zufallsbestimmter Zukunftsrats auf Ebene des Landes Niedersachsen im AufHaus seinen regelmäßigen Tagungsort finden.

In den verschiedenen Räumlichkeiten – von kleineren abgeteilten Besprechungszimmern bis zum großen Versammlungsraum – treffen sich aber auch andere Arbeitsgruppen und Kreise, die aktiv in und an der Demokratie mitarbeiten, wie das Jugendparlament, temporäre Bürger*innenräte aus Stadt und Region, Kinder- und Seniorenbeiräte, Bürgerinitiativen u. v. m.
Auf der AGORÁ können sich Menschen aus der Stadt mit Mandatstragenden sowie Verwaltungsverantwortlichen treffen und direkt über aktuelle Themen sprechen.
Der Ort ist getragen von einem proeuropäischen, sich für Völkerverständigung einsetzenden Geist und schafft Räume und Begegnungsstätten. Ein Welcome Desk begrüßt (neue) Einwohner*innen aus anderen Ländern.
In der Demokratiewerkstatt wird über Gesetze und Verfassung informiert, über Gemeinwohl und ökologische Zukunft in Stadt und Umland debattiert, in den offenen Beteiligungswerkstätten experimentelle oder künstlerische Demokratieformate entwickelt.
Ein Kiosk der Demokratie verbindet Ästhetik und Politik im gesellschaftlichen Raum des Demokratiezentrums.
Ein virtuelles „AufHaus“ als eine Art digitale AGORÁ bildet die realen Aktivitäten transparent ab und lädt zum Mitmachen ein, an hybriden Veranstaltungen kann man auch remote teilnehmen, digitale Diskussionsforen ergänzen die Präsenzveranstaltungen. Die digitalen Beteiligungsportale der Stadt und Region Hannover sowie des Landes Niedersachsen stehen hier zur Verfügung.
Diese Elemente sollen einander erklären und tragen – sprachlich, visuell, organisatorisch.
Inhaltliche Integration – damit das alles auch programmatisch zusammenpasst:
- Das „AufHaus“ ist die Bühne: Räume, Café, Bibliothek, digitale Infrastruktur
- Der Zukunftsrat ist die Stimme: deliberativ, zufällig gewählt, transparent
- Die Werkstatt ist die Bewegung: Mitmachprojekte, Kultur, Jugend, Bildung
- Die digitale Agorá ist die Brücke: Online-Beteiligung, Hybrid-Formate, Transparenz
So entsteht ein Zentrum der Demokratie, das institutionell, architektonisch und kulturell verbunden ist.
Die Verwaltung des Zentrums wird in Organisation und Finanzierung von der Kommune/ der Region/ dem Land gewährleistet und personell unterstützt. Ein Großteil der organisatorischen Abläufe und Raumbelegungen müsste aber durch ein für die Bürger*innen zugängliches digitales Belegungsportal geschehen können. Klare Nutzungsbedingungen, als Hausregel gestaltetet, könnten zuvor von Bürger*innen des zufallsbestimmten Zukunftsrates und Verwaltung gemeinsam erarbeitetet werden.
So könnten teilweise Selbstverwaltungsstrukturen, den Personalaufwand weitestgehend minimieren. Hausrecht üben die Verwaltung und ein zufallsbasierter Zukunfts- und Beteiligungsrat gemeinsam aus. Bedingung für die Nutzungszwecke der Räume sowie klare Regeln für die demokratische und gewaltfreie Haltung ihrer Nutzer*innen müssen feststehen und zuvor von den Nutzer*innen akzeptiert werden.